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Workshop des Zentralasien-Seminars der HU in Polen

von Brit Beneke
Fotos: briti bay fotodesign


Teilnehmende des Worskhsops

An einem schönen Wochenende im Juni trafen sich Studierende, Lehrende, Alumni und Mongolei-Interessierte in Dominikowo, einem kleinen Dorf im polnischen Pommern. Vom 9. bis 11.6.2017 fand dort der Workshop „Naadam- das Kulturerbe der Mongolen“ statt. Dr. Ganchimeg Altangerel, Fachvertreterin Mongolistik am Zentralasien-Seminar am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin, organisierte gemeinsam mit den Gastgebern Elzbieta Nowakowska-Kühl und Dr. Olaf Kühl für circa 25 Teilnehmende diese praxisnahen Tage mit Lehrreichem und Spaß.


Die Gastgeber Elzbieta Nowakowska-Kühl und Dr. Olaf Kühl.

Im Ger (mongolische Jurte) wurden Vorträge über die Symbolik und über die Herstellung des Gers gehalten. Am Lagerfeuer lauschte das Publikum den Erzählungen aus Mongoleireisen. Der zweite Tag war zwei der drei Sportarten des Naadam gewidmet: Ringen und Bogenschießen. Die Männer rangen, der mongolischen Tradition entsprechend, mit nacktem Oberkörper vor dem begeistertem Publikum. Auch ein trainierter, polnischer Dorfbewohner trat zum Ringkampf mit an. Über allen wehte die mongolische Flagge, um die der jeweilige Sieger seinen Adlertanz vollführte.


Die Ringer mit Ringkamprichter Olaf Kühl (im Deel).


Ringkampf-Sieger Rocco Priewe


Publikum beim Ringkampf

Am Bogenschießen nahmen Männer und Frauen gleichermaßen teil. Gewonnen hat hierbei Richard Lehmann, der als Ältester mit Ruhe und Konzentration auf die Scheibe zielte.

Die Workshop-Teilnehmenden lernten Spiele mit Shagai, den Schafsknöchelchen, kennen. Sie spielten und würfelten „Pferderennen“ und schnipsten das verbreitete Shagai. Mit den Knöchelchen lässt sich eine große Vielfalt unterschiedlichster Spiele ausüben.


Vor dem Start des Pferderennens mit Schagai.

Einen großen Teil der Workshoptage nahm die Herstellung des mongolischen Naadam-Gerichts Chuuschuur ein. Große Mengen an Fleisch und Gemüse (für die Vegetarier_innen) wurden gemeinsam verarbeitet, in Teigtaschen gefüllt und in Öl gebraten. Die vielen Schüsseln voller Chuuschuurs wurden an der langen Tafel danach ziemlich schnell leer.


In Ermangelung eines Nudelholzes.

Am letzten Tag ging es um die mongolische Nationalkleidung, den Deel. Diejenigen, die einen Deel besitzen, stellten sich in einer Modenshow dem Publikum und einer strengen Jury zur Bewertung.


Bei der Modenshow der Deels: Richard Lehmann.

Der Workshop vermittelte mit viel Spaß kulturelle mongolische Praktiken des Nationalfestes Naadam. Als Ergänzung zur theoretischen Lehre im Seminarraum stellte er einen Praxisbezug zum gelernten Wissen her. Dieser Naadam-Workshop war ein interkulturelles Fest inmitten eines polnischen Dorfes.


   

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Last Update: 05. Juli 2017