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Im Khugnu-Khan-Nationalpark, 60 km östlich von Kharkhorin
Staatsbesuch in Italien
Auf Einladung seines italienischen
Amtskollegen Sergio Mattarella weilte Präsident U. Khurelsukh vom 01. bis zum
03. Dezember zu einem offiziellen Besuch in Italien.
Auf dem Flughafen Fiumico wurden er, seine Delegationsmitglieder und First Lady
L. Bolortsetseg von Nicola Carè, dem Leiter der
Italien-Mongolei-Parlamentariergruppe und Bruno Pasquino , Protokollchef im
Außenministerium in Empfang genommen.
In den Gesprächen mit Mattarella ging es v. a. um die Vertiefung der bilateralen
Beziehungen.
Beide Seiten maßen dem Besuch große Bedeutung bei, für die Stärkung der
diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern, für die
Förderung des gegenseitigen Verständnisses und den kulturellen Austausch.
Darüber hinaus unterstreicht er die wachsende Bedeutung der Mongolei in den
internationalen Beziehungen und die Kooperation mit den europäischen Partnern.
Nach Deutschland ist Italien das zweite Land der EU, dessen
Partnerschaftsbeziehungen mit der Mongolei auf das Niveau einer „Strategischen
Partnerschaft" angehoben wurden, u. a. für engere Zusammenarbeit und Abstimmung
in sicherheitspolitischen und militärischen Fragen, beim Naturschutz, der
Müllbeseitigung, in Wissenschaft, Kultur, Handel und Bergbau.
Außerdem wollen sich die Mongolei und Italien in der Vorbereitung auf „Mailand
Cortina 2026", die olympischen Winterspiele und die Paralympics in Mailand und
Cortina, im Sport allgemein sowie im Tourismus gegenseitig unterstützen.
Die Mongolei verbindet mit der Russischen Föderation und der VR China eine
„allumfassende Partnerschaft", mit den USA eine „Strategische Partnerschaft des
3. Nachbarn", mit Japan eine „Besondere Partnerschaft für Entwicklung und
Frieden", mit Deutschland, Südkorea, Kasachstan, der Türkei und Indien eine
„Strategische Partnerschaft" und nun auch mit Italien.
Die Mongolei ist naturgemäß an guten Beziehungen zu ihren beiden direkten
Nachbarländern, Russland im Norden und die VR China im Süden interessiert,
verfolgt gleichzeitig die „Politik des Dritten Nachbarn".
Der mongolische Gast besuchte auch die Ernährungs- und
Landwirtschaftsorganisation (FAO), um sich über Ernährungssicherheit und
nachhaltige Landwirtschaft zu informieren.
Treffen mit Papst Leo XIV.
Einer Einladung von Papst Leo XIV. folgend,
traf Präsident Khurelsukh am 05. Dezember zu einem Staatsbesuch in Vatikanstadt
(Rom, Italien) ein.
Der Papst und das mongolische Staatsoberhaupt sprachen über die Vertiefung der
Beziehungen zwischen der Mongolei und dem Heiligen Stuhl in den Bereichen
Geschichte, Kultur und humanitäre Zusammenarbeit, über globale Themen wie
Frieden, Klimawandel und nachhaltige Entwicklung.
Beide betonten, im Kampf gegen Klimawandel, Wüstenbildung und Landdegradation
zusammenzuarbeiten.
Darüber hinaus zeigte die Staatsvisite die Offenheit der Mongolei gegenüber
religiösen und kulturellen Dialogen.
Beide Seiten unterzeichneten eine Absichtserklärung über eine enge
Zusammenarbeit zwischen dem „Chinggis-Khaan" - Nationalmuseum in Ulaanbaatar und
dem Apostolischen Archiv des Vatikans
Im ehrenden Gedenken an Papst Franziskus legte Präsident Khurelsukh am Grab in
der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom Blumen nieder.
Bronzemedaillen für „Moon Dance"
Bei den vom Welttanzsportverband
organisierten WDSF-Weltmeisterschaften im Standard-Formationstanz am 06.
Dezember in Braunschweig (BR Deutschland) belegte die mongolische Formation
„Moon Dance" den dritten Platz nach „Braunschweig TSC" und dem „1. TSC
Ludwigsburg".
Es war die erste Medaille für die Mongolei, für eine asiatische Mannschaft
überhaupt, in den Formations-Standardtänzen.
Das Team „Moon Dance" präsentierte seine neueste Choreografie „Strings of the
Heart", inspiriert von den Ursprüngen der Violine bzw. den „Saiten des Herzens".
„Moon Dance" und „Star" haben die Mongolei auch bei den Weltmeisterschaften der
Lateinformationen am 13. Dezember in der Wiener Neustadt (Österreich) vertreten.
„Star" nahm zum 13. Mal und „Moon Dance" zum elften Mal teil.
Mit ihrer Performance „Chinggis Khaan" gewann Moon Dance eine Bronzemedaille,
ihre Mischung aus Show und Tanz polarisierte zwar etwas.
„Star" belegte mit „Agape" den 4. Platz.
Sieger wurde wie im vergangenen Jahr der Grün-Gold-Club Bremen (Deutschland),
Zweite der HSV Zwölfaxing (Österreich).
„Goldener Stift 2025"
Am 06. Dezember wurden die Preise für die
Gewinner im nationalen Studenten-Journalismus-Wettbewerb „Goldener Stift"
vergeben.
Der Wettbewerb war vom Fachbereich Journalismus und Medientechnologie mit
Unterstützung der Mongolischen Staatsuniversität, der Mongolischen Staatlichen
Universität für Kunst und Kultur, der Fakultät für Film, Radio und Fernsehen,
von Tenger Television und unnu.news organisiert worden.
400 Studierende aus sieben Universitäten und Hochschulen hatten insgesamt 227
Arbeiten in fünf Kategorien (Fernsehsendung, Radiobeitrag, Social-Media-Werbung,
Artikel und Multimedia) eingereicht.
Bewertet wurden die Beiträge hinsichtlich Inhalt, Struktur, Originalität und
technischer Qualität.
Den Grand Prix gewann das „Spark"- Team der Mongolischen Staatsuniversität für
„Mein verlorenes Zuhause".
Der 1. Platz in der Kategorie „Bester Artikel" ging an B. Sainzaya von der
Fakultät für Film, Radio und Fernsehen für „Es gibt keinen Arzt für ein
verwundetes Herz".
Das Team „Sankara" gewann den Golden Pin-Award für die Radiosendung „Die neben
Gott sitzende Maus".
„Vergiss mich nicht" vom Team Sunshine der Staatsuniversität gewann den ersten
Preis als beste Social-Media-Werbung, das Team Avuurid steuerte das beste
Fernsehprogramm „Moneyball" bei und G. Munkhtsatsralt, J. Ichinkhorloo, D.
Myagmarjargal, Ts. Anujin und Kh. Anargul gewannen den ersten Preis in der
Kategorie Multimedia für ihren Beitrag „Kreditaufnahme zur Unterstützung
jugendlicher Judoka".
Der Publikumspreis ging an Kh. Nomin-Erdene, S. Gundegmaa und B. Bilguun von der
Staatsuniversität für „Wegbereiter".
Als beste Arbeit von Schülern und Schülerinnen der Sekundarstufe wurde „Haltung"
von A. Sanchirmaa aus dem Gobi-Altai-Aimag ausgezeichnet.

Zwischen Ulaanbaatar und Darkhan
Baubeginn „Ulaanbaatar Metro"
Das Oberbürgermeisteramt von Ulaanbaatar
informierte am 08. Dezember, dass der Bau der „Ulaanbaatar Metro" im Juni 2026
soll.
Nach Aussagen vom Oberbürgermeister der Hauptstadt Kh. Nyambaatar umfasse das
U-Bahn-Projekt eine 19,4 km lange Strecke.
Machbarkeitsstudie und Umweltverträglichkeitsprüfung seien
abgeschlossen.Auftragnehmer würden aus den Unternehmen ausgewählt, die im
Vorwettbewerb (Präqualifizierung) in die engere Wahl gekommen seien.
Die Übergabe des fertigen Bauwerkes sei für 2030 vorgesehen.
Die Entfernung zwischen den Stationen variiert zwischen 800 und 1 700 Metern.
Nötig sei die Errichtung von zwei Tunneln mit einem Durchmesser von 6,6 bis 7,2
Metern im Kreuztunnelbauverfahren.
Das System benötige eine Leistung von 29 Megawatt.
In den Stationsgebäuden entlang der Strecke sollen vier Umspannwerke installiert
werden. Die Züge würden mit 1 500 Volt betrieben.
„100 Jahre Tugrug"
Die Mongolbank und die Mongolische Post
haben anlässlich des 100. Jahrestages der Einführung der nationalen Währung „Tugrug"
eine Briefmarke herausgebracht, die ab dem 09. Dezember in den Handel kam.
Im Februar 1925 wurde der 1924 gegründeten Industrie- und Handelsbank die
Erlaubnis erteilt, eine nationale Währung einzuführen, am 09. Dezember 1925
begann mit der Ausgabe der Ein - Tugrug-Münze die Geschichte der nationalen
Währung der Mongolei.
Zusätzlich zur Briefmarke hat die Mongolbank eine Gedenkbanknote im Wert von
100.000 Tugrug herausgegeben, die allerdings nur an Liebhaber und Sammler
verkauft wird,
Die Vorderseite ziert ein Porträt Chinggis Khaans, die Rückseite Porträts der
ersten Sieben der Volksrevolution, Sukhbaatar, Choibalsan, Bodoo, Danzan,
Chagdarjav, Dugerjav und Losol.
www.mongolbank.mn
Lichter am Jahresendbaum entzündet
Am 11. Dezember wurden die Lichter am Jahresendbaum auf dem Sukhbaatarplatz
angezündet.
Das ist jedes Jahr ein Fest für die Hauptstädter, aber auch in den neun
Stadtbezirken und vor 14 öffentlichen Gebäuden erstrahlen die geschmückten
Nadelbäume.
Der auf dem Sukhbaatarplatz ist 22 Meter hoch und mit 2 000 Lichtern und den
Baum umschließenden goldfarbenen Bändern geschmückt.
Statistik November 2025
Am 17. Dezember veröffentlichte das
Nationale Amt für Statistik die Zahlen zur sozial-ökonomischen Situation im
November 2025.
Die Preise für Konsumgüter und Dienstleistungen stiegen im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 8,2 Prozent.
Das gesamte Außenhandelsvolumen belief sich auf 23,9 Milliarden USD, ein Minus
von 1,2 Milliarden oder 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr
Davon entfielen auf den Export 13,7 Milliarden, 856 Millionen oder 5,9 Prozent
weniger als 2024.
Der Goldpreis ist um 855 USD pro Unze, der für Kupferkonzentrat um 509 USD pro
Tonne gestiegen.
Hingegen sanken die Preise für Eisenerzkonzentrat um acht USD pro Tonne, für
Kohle um 42 USD pro Tonne.
92,5 Prozent der Exporte waren Bergbau-, 4,5 Prozent Landwirtschaftsprodukte.
Importiert wurden Waren im Wert von 10,2 Milliarden USD, 379 Millionen oder 3,6
Prozent weniger.
Der Überschuss lag noch bei 3,5 Milliarden, 477 Millionen USD oder 11,9 Prozent
weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Bis November wurden 49 701 Kinder geboren, 3 360 oder 6,3 Prozent weniger als im
Vorjahr.
Vor ihrem ersten Geburtstag starben je 1000 Babys 14, zwei mehr als 2024.
Ihren 5. Geburtstag erlebten 17 Kinder nicht mehr, zwei mehr als im
Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Die Behörden registrierten 44 581 Straftaten, 4 779 oder 12 Prozent mehr als
2024.
S. Narantsogt zum Präsidenten der Mongolbank
ernannt
Auf der Sitzung der Staatsversammlung am
18. Dezember wurde der Mathematiker Dr. S. Narantsogt als neuer Präsident der
Mongolbank bestätigt.
Er löst B. Lkhgvasuren , dessen Amtszeit abgelaufen war, ab.
1.222 ausländische Bürger des Landes verwiesen
Nach Überprüfungen durch das
Ausländermeldeamt wurden Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz bei 16 881 Bürgern
und 3 582 Unternehmen festgestellt.
1 222 Bürger und Bürgerinnen mussten daraufhin die Mongolei verlassen.
Im Vergleich zum vergangenen Jahr wurden 66,7 Prozent mehr Verstöße registriert.
Der Großteil beruht auf Überschreitungen der genehmigten Aufenthaltsdauer, dem
Nichtbeachten der genehmigten Aufenthaltsorte oder der ungenehmigten
Arbeitsaufnahme.
1 556 ausländischen Bürgern aus 32 Staaten wurde eine Einreise in die Mongolei
aufgrund fehlender oder fehlerhafter Papiere verweigert.
Die meisten (1 130) stammten aus der VR China und aus Südkorea (151).

Sonntagsspaziergang an der Tuul. Foto Privat
Schwierige Winterweidebedingungen
Das Wetteramt warnt vor äußerst schwierigen Winterweidebedingungen auf vier
Prozent des Gesamtterritoriums, auf 17 Prozent würden schwierige Bedingungen
erwartet, auf 33 Prozent mittelschwere, auf 25 Prozent nur wenig schlechte und
auf 21 Prozent sei mit guten Winterweidebedingungen zu rechnen.
Am schwersten betroffen würden weite Teile der Aimags Bayan-Ulgii und Uvs sein,
mittelschwer bis schwer weite Teile der Aimags Khovd, Selenge, Tuv, Uvurkhangai
und Zavkhan sowie einige Gebiete der Aimags Gobi-Altai und Bayankhongor,
mittelschwer Khuvsgul, Arkhangai, Bulgan und Mittelgobi.
Behörden und Viehhalterfamilien müssten entsprechend Maßnahmen vorbereiten
(Bevorratung von Nahrungsgütern, Medikamenten, Viehfutter, Heizmaterial,
Kraftstoffe etc.).
Arbeitsfreier Feiertag
Am 29. Dezember begehen die Mongolen den
Tag der Wiedererlangung der nationalen Unabhängigkeit und Freiheit.
In diesem Jahr fällt der Tag zwar auf einen Montag, ist jedoch laut der
„Bestimmung über die öffentlichen Feiertage" arbeitsfrei.
Am 29. Dezember 1911 wurde in Niislel Khuree (heute Ulaanbaatar) der 8. Bogd
Gegeen auch als staatliches Oberhaupt über die Äußere Mongolei inthronisiert.
Die 200jährige mandschurische Fremdherrschaft war Geschichte.
MVP - DP-Arbeitsgruppe
Nach einer Beratung zwischen den
Parteivorsitzenden der MVP und der DP wurde am 25. Dezember beschlossen, eine
Arbeitsgruppe einzusetzen, um einen Gesetzentwurf zur umfassenden Lösung des
Problems der doppelten Stellenbesetzung im Staatsdienst zu erarbeiten.
Der Arbeitsgruppe gehören je drei Mitglieder der MVP - und der DP - Fraktion an.
Der Gesetzentwurf soll in der Herbstsitzungsperiode vorgelegt werden
Konkret geht es um das Problem der Berufung von stellvertretenden Ministern.
(Diese sind bereits ernannt und haben den Eid abgelegt).
Die DP forderte die Regierung, insonderheit Ministerpräsident Zandanshatar, auf,
diese Maßnahme zurückzunehmen, ansonsten würde der Forderung nach Rücktritt des
Regierungschefs Nachdruck verliehen.
Am 26. Dezember erklärte der Vorsitzende der DP Odongiin Tsogtgerel, die DP
rücke von ihrer Forderung nach Rückzug der stellvertretenden Minister nicht ab,
es ginge bei der Forderung nach Rücktritt der Regierung auch um Korruption,
Diebstahl und den Niedergang der Wirtschaft.
Ministerpräsident Zandanshatar entgegnete, die Wirtschaft der Mongolei befände
sich im Aufschwung, die Wechselkurse erholten sich, die Inflation sinke.
5-Jahresplan der Hauptstadt beschlossen
Auf der 2. Beratung der außerordentlichen Sitzung der
Stadtverordnetenversammlung am 26. Dezember stellte der Vorsitzende A. Bayar den
Entwicklungsplan für Ulaanbaatar 2026-2030 vor. Er stehe im Einklang mit dem
langfristigen Politik Vision – 2050, der Politik des „Neuen Aufschwungs" und dem
Plan „Regionalentwicklung".
Im Interesse der Erhöhung der Lebensqualität der Hauptstädter, der besseren
Erreichbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit sollen zwei Zwillingsstädte, 14
regionale Vorstädte und zwei Satellitenstädte entstehen. Bis 2027 werde mit
„Selbe City" der erste Bauabschnitt der ersten Stadt im Rahmen des
Regierungskonzepts „20-Minuten-Stadt" realisiert.
Aktuell gibt es in Ulaanbaatar 150 allgemeinbildende Schulen für 300.000 Kinder
und Jugendliche, bis 2030 sollen 84 Schulen neu gebaut werden.
Damit könnte die Schülerzahl pro Klasse von 50 und mehr um 25 reduziert werden.
Auch die Erreichbarkeit der 216 Krankenhäuser und Kliniken der Stufen 1-3 muss
verbessert werden.
Ulaanbaatar hat 1,7 Millionen Einwohner, von denen 1,1 Millionen im
erwerbsfähigen Alter sind, von denen wiederum 627 000 oder 55 Prozent einer
Arbeit nachgehen.
Diese Zahl soll bis 20230 ebenfalls erhöht werden.
Dazu müssen der öffentliche Nahverkehr und das Straßennetz ausgebaut werden.
Geplant sei der Bau von 191 km Autostraßen.

Jahr des Roten Feuerpferdes. 17. Februar 2026 bis 05. Februar 2027
Allen Lesern von
MongoleiOnline wünschen wir Frieden, Gesundheit, Glück, Kraft, Zuversicht und
Erfolg im neuen Jahr
Am 18. Februar 2026 beginnt das Jahr des „Starken
Roten Feuerpferdes" nach dem Mondkalender.

Tierkreiskalender
1 Die
Berichterstatterin verwendet für alle Geschlechteridentitäten das generische
Maskulinum, wahlweise die männliche oder weibliche Form. R. B.
Fotos, wenn
nichts anderes vermerkt, Renate Bormann |