
Frühling in der Mongolei. Foto Privat
Abschluss der Frühjahrssitzungen der Großen Staatsversammlung
Laut Grundgesetz müssen die Mitglieder der Staatsversammlung an mindestens
75 Tagen für Beratungen zusammenkommen.
Diese Forderung war am 03. Juli erfüllt.
Die seit 2024 von 76 auf 126 Mitglieder erweiterte Staatsversammlung
verabschiedete während der Frühjahrssitzungen ein Gesetz über die
Sozialversicherung, ein Steuergesetzespaket, ein Gesetz über wirtschaftliche
Freiheit oder den Entwurf für ein Familien-Gesetz.
Außerdem wurden ein neuer Vorsitzender, ein neuer Ministerpräsident, ein neuer
Vorsitzender der ZWK und sechs ZWK-Mitglieder, zwei neue Mitglieder des
Verfassungsgerichts, ein neuer erster Vizepräsident der Mongolbank, vier
Mitglieder des Nationalrates des Mongolischen Fernseh- und Rundfunks sowie
einige Ausschussvorsitzende ernannt bzw. gewählt.
93 Gesetzentwürfe verabschiedet
Auf der Plenarsitzung der Staatsversammlung am 03. Juli wurden 93
Gesetzentwürfe verabschiedet, darunter das „Gesetz zur wirtschaftlichen
Freiheit".
Die Regierung hatte es unter dem Namen „Gesetz zur unternehmerischen Freiheit"
eingebracht, die DP brachte einen ähnlichen Gesetzentwurf „… wirtschaftliche
Freiheit …" ein.
Beide Entwürfe wurden beraten und unter dem Namen „Gesetz zur wirtschaftlichen
Freiheit" beschlossen.
Der Vorsitzende der Staatsversammlung S. Byambatsogt würdigte das Gesetz als
eines der herausragenden Gesetze, das in der Frühjahressitzungsperiode
verabschiedet worden sei.
Es regele das Verhältnis zwischen Staat und Privatwirtschaft, schaffe
Bestimmungen, die sicherstellen, dass der Staat nicht in Konkurrenz zur
Privatwirtschaft trete , sich nicht an der Preisbildung beteilige und ein
stabiles sowie investitionsfreundliches Klima schaffe.
41 Genehmigungen in den Bereichen Energie, Bildung und Finanzen wurden
annulliert, die Gültigkeit bereits erteilter Genehmigungen wurde verlängert.
Sondergenehmigungen gelten fortan für zehn Jahre, reguläre Genehmigungen für
fünf Jahre.
Die Bauindustrie werde nicht länger drei bis vier Jahre benötigen, um drei
Genehmigungen für eine einzige Tätigkeit zu erhalten.
Beschwerden von in- und ausländischen Investoren würden künftig innerhalb von 30
Tagen entschieden.
Staatsbesuch des Präsidenten der Koreanischen Republik in der Mongolei
In den letzten Jahren war es zur Tradition geworden, anlässlich des
mongolischen Nationalfeiertages „Naadam", hochrangige ausländische Besucher als
Ehrengäste zu empfangen.
Auf Einladung von Präsident U. Khurelsukh werden der südkoreanische Präsident
Lee Jae Myung und seine Frau Kim Hye-kyung vom 09. bis zum 11. Juli zu einem
Staatsbesuch in der Mongolei weilen.
Der letzte Besuch eines südkoreanischen Staatsoberhauptes in der Mongolei
liegt 15 Jahre zurück.
In den Gesprächen wird es u. a. um die Stärkung der „Strategischen
Partnerschaft" und die Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit gehen und
natürlich werden die Gäste an der offiziellen Naadam-Eröffnungszeremonie als
Ehrengäste teilnehmen.
Die Mongolei und Südkorea haben am 26. März 1990 diplomatische Beziehungen
aufgenommen, 2006 wurde eine Vereinbarung über gute Nachbarschaft, Freundschaft
und Zusammenarbeit getroffen.
2011 schlossen beide Seiten einen Vertrag über „Umfassende Partnerschaft" und
2021 einen Vertrag über eine „Strategische Partnerschaft".
Internationaler Tag zum Schutz der Kinder
In der Mongolei wird der internationale Kindertag mit großer Begeisterung
gefeiert.
„Da er in diesem Jahr auf ein Wochenende fiel und wir drei Tage frei hatten,
feierten wir umso ausgelassener".
Das Nationale Komitee zum Schutz der Kinder verweist in diesem Zusammenhang auf
weniger Erfreuliches.
Die Mongolei sei ein dünnbesiedeltes, junges Land.
Die Statistiken zeigten, dass viele Kinder Opfer von Verbrechen werden, an
heilbaren Krankheiten sterben, sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten
infizieren, psychische Störungen entwickeln, vergewaltigt werden.
Werden wir als Bürger, Regierung und Eltern unserer Verantwortung gerecht,
unsere Kinder zu schützen, sie in einem sicheren Umfeld zu gesunden Menschen
heranzuziehen?
Die Zahl der Teenagerschwangerschaften nähme zu. 2025 wurden 2 868 Mädchen im
Alter zwischen 10 und 19 Jahren schwanger, ein Anstieg um 407 oder 16,5 Prozent
im Vergleich zum Vorjahr.
2025 wurden 396 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren Opfer von
Vergewaltigungen.
119 Kinder starben durch Verbrechen.
Nach Angaben aus dem Gesundheitsministerium begingen 45 Kinder Selbstmord, 17
weniger als 2024. Ein Kind war 5 Jahre alt, 33 zwischen 15 und 19.
24 Kinder verbüßen Haftstrafen.
Die Zahl der Atemwegserkrankungen stieg 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 20
Prozent, auf 3 038Fälle.
Besonders betroffen seien Kinder in der Hauptstadt, mit Beginn der kalten
Jahreszeit seien die Krankenhausflure überfüllt, die Behandlungsmöglichkeiten
reichten nicht aus.
Bericht der Nationalen Menschenrechtskommission
Im Juni veröffentlichte die nationale Menschenrechtskommission einen Bericht
über die Situation mongolischer Männer in den Bereichen Gesundheit, Bildung und
Beschäftigung.
In einer Weltbank-Umfrage unter Männern aus vier Regionen der Mongolei gaben 59
Prozent der Befragten an, nur im Fall einer Krankheit ein Krankenhaus
aufzusuchen, 20 Prozent hatten noch nie einen Arzt oder eine Ärztin konsultiert.
Nur halb so viele Männer wie Frauen nutzen medizinische Einrichtungen und
begeben sich nur bei schweren Erkrankungen in Spezialkliniken.
In der Studie ging es um geschlechtsspezifische Probleme von Männern, auch um
die Situation junger, alleinstehender Hirten in ländlichen Gebieten.
Die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern liegt 9,2 Jahre unter der von
Frauen – ein deutlicher Unterschied zum globalen Durchschnitt.
9,3 Prozent der Todesfälle bei Männern seien auf Unfälle, darunter
Verkehrsunfälle, 4,3 Prozent auf Suizide und 86 Prozent auf Krankheiten
zurückzuführen.
Ein Grund sei die Ansicht „Männer hätten nicht krank zu sein" und die Tendenz,
gesundheitliche und psychische Probleme zu ignorieren.
In den vergangenen fünf Jahren hätte sich Selbstmord zur dritthäufigsten
Todesursache in der Mongolei entwickelt, bei Männern lag die Selbstmordrate
fünfmal höher als bei Frauen.Die größte Risikogruppe seien Männer zwischen 35
und 44 Jahren.
Nach Angaben aus dem Nationalen Zentrum für Suizidprävention nahmen auch
Suizidversuche bei Kindern ab 10 Jahren zu.
In der Mongolei gäbe es noch keine nationale Strategie zur Suizidprävention, das
Personal in der psychischen Gesundheitsversorgung wäre zudem völlig
unzureichend.Der psychischen Gesundheit sollte im Gesundheitswesen mehr
Aufmerksamkeit gewidmet werden, die Anzahl der Psychotherapeuten und Psychologen
erhöht und gemeindenahe Beratungs- und Rehabilitationsdienste in den Aimags
eingerichtet werden.
Im Bildungssektor sei zwar ein Trend zu sinkenden Schulabbrecherquoten zu
verzeichnen, doch der Anteil der Jungen, die im Zeitraum 2022 bis 2025 keine
Schule besuchten, sei konstant hoch
geblieben.
Von 304 Kindern, die im Schuljahr 2025/26 keine Schule besuchten, waren 200
Jungen, die Schulabbrecherquote bei Jungen aus einkommensschwachen Familien lag
bei 36,4 Prozent, bei den Mädchen waren es 9,1 Prozent. Zurückgeführt wird dies
darauf, dass Junger häufiger arbeiten gehen müssen.
Im Lesen lägen Jungen im Durchschnitt ein Jahr hinter den Mädchen, es sollten
Lehrmethoden und gezielte Programme erarbeitet werden, um den Bedürfnisse und
Lernstilen von Jungen entgegenzukommen.
67,5 Prozent der Arbeitsunfälle und akuten Vergiftungen beträfen Männer, die
Zahl der Arbeitsunfälle hätte sich von 354 im Jahr 2020 auf 711 2024 fast
verdoppelt.
N. Uchral in Dalian
Ministerpräsident N. Uchral hat die Mongolei beim 17. Weltwirtschaftsforum
„New Leaders’ Meeting" oder „Sommer-Davos" vom 25. bis zum 27. Juni in Dalian
(VR China) vertreten.
Bei dem Treffen ging es um den Meinungsaustausch über Herausforderungen und neue
Chancen in der Weltwirtschaft, im Handel, im verarbeitenden Gewerbe, in der
Technologie, bei der Energiewende und in der regionalen Zusammenarbeit.
Diskutiert wurde darüber hinaus, wie die Aufrechterhaltung eines nachhaltigen
Wachstums und die Umsetzung von Innovationen in konkrete Ergebnisse im
Zusammenhang mit dem geoökonomischen Wandel und der grünen Transformation
umgesetzt werden kann.
Die Teilnahme des mongolischen Regierungschefs bot dabei die Möglichkeit,
direkte Kontakte zu globalen politischen und wirtschaftlichen
Entscheidungsträgern zu knüpfen, die Entwicklungspolitik der Regierung,
Vorzugsprojekte und -programme internationalen Unternehmensführern und
Investoren vorzustellen.
Nur so könnten neue Partnerschaften und Kooperationen ausgebaut werden.
Am Forum nahmen etwa 1 700 internationale Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft
und Wissenschaft teil, die sich über globale Industrietrends und
Technologieinnovationen austauschten.
Verteidigungsabkommen zwischen der Republik Korea und der Mongolei
Im Vorfeld des Staatsbesuches des koreanischen Präsidenten Lee Jae Myung in
der Mongolei vom 09. bis zum 11. Juli 2026 haben beide Seiten ein umfassendes
Verteidigungsabkommen geschlossen.
Nach einem entsprechenden Regierungsbeschluss war Verteidigungsminister Dambyn
Batlut beauftragt worden, das Abkommen zu ratifizieren.
Die Vereinbarung baut auf den seit 1999 bestehenden bilateralen
Sicherheitsbeziehungen auf und hat zum Ziel, die militärische Zusammenarbeit
beider Länder institutionell zu vertiefen.
Der stellvertretende Verteidigungsminister der Mongolei, Brigadegeneral D.
Baasandamba, erklärte, die Vereinbarung ziele darauf ab, die Sicherheit des
Landes im Rahmen der friedlichen Außenpolitik durch diplomatische und politische
Mittel zu gewährleisten.
Die außenpolitischen Verteidigungsbeziehungen der Mongolei hätten sich in
den vergangenen Jahren erfreulich entwickelt.
Die militärische Zusammenarbeit mit Südkorea umfasse die Ausbildung von
Fachkräften, die Zusammenarbeit bei internationalen Friedensmissionen und die
Durchführung von Feldübungen.
Das Abkommen eröffne nun die Möglichkeit, enger in den Bereichen Militärtechnik
und Militärmedizin zu kooperieren.
Weiter ging Baasandamba auf Veranstaltungen anlässlich des Nationalfeiertages
der Mongolei ein.
Traditionell wird am 10. Juli der „Tag der Staatsflagge" mit einer Militärparade
auf dem Sukhbaatarplatz begangen.
In diesem Jahr werden 8 500 Angehörige der Streitkräfte paradieren, außerdem
werde eine technische Parade mit mehr als 90 Einheiten militärischer
Ausrüstungen und Kampfflugzeugen organisiert.
Erstmals würden der Öffentlichkeit zudem im Verteidigungssektor eingesetzte
Drohnen präsentiert
Juujaagiin Erdenebulgan ist neuer Vorsitzender des Verfassungsgerichts
Nach dem Gesetz über das Verfassungsgericht wird der Vorsitzende aus den
Reihen der Mitglieder gewählt.
Wer die meisten Stimmen auf sich vereinen kann, gilt als gewählt.
Auf der Sitzung am 26. Juni wurde J. Erdenebulgan ohne Gegenstimme zum
Vorsitzenden des Verfassungsgerichts gewählt.
Erdenebulgan war auf Vorschlag des Obersten Gerichts der Mongolei am 26. März
2021 in das Verfassungsgericht berufen worden.
Mitglieder der Zentralen Wahlkommission ernannt
Auf der Sitzung der Staatsversammlung am 18. Juni wurden D. Ariunbold, J. Bold,
D. Davaannyam und D. Munkhzorig als Mitglieder der Zentralen Wahlkommission
ernannt, auf der Sitzung am 30. Juni N. Myagmar und Ts. Urtnasan.
In einer feierlichen Zeremonie am 01. Juli legten die sechs Mitglieder ihren Eid
ab.
N. Myagmar zum Vorsitzenden der Zentralen Wahlkommission (ZWK) ernannt
Der vom Vorsitzenden der Staatsversammlung nominierte Jurist N. Myagmar
wurde auf der Sitzung der Staatsversammlung am 03. Juli von 75 der 103
anwesenden Mitglieder zum Vorsitzenden der ZWK gewählt.
Ausländerbehörde entzieht Betriebslizenzen
Zu den Aufgaben der Ausländerbehörde (Behörde für ausländische Staatsbürger
und Nationalitäten) gehört die Kontrolle der Aktivitäten von Zweigstellen und
Repräsentanzen internationaler und ausländischer Nichtregierungsorganisationen
(NGO), die in der Mongolei tätig sind.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden drei Zweigstellen und Repräsentanzen
ausländischer NGOs neue Betriebslizenzen erteilt, sieben Lizenzen wurden
verlängert, 14 widerrufen.
Aktuell sind in der Mongolei 72 Zweigstellen und Repräsentanzen
internationaler und ausländischer NGOs registriert: 16 im humanitären Bereich,
13 im Bildungsbereich, 9 im Umweltbereich,
8 im Gesundheitsbereich, 7 im Agrarbereich, 6 im Sozialwesen, 5 im
Wirtschaftsbereich und 8 Sonstige.
Zu den Organisationen, deren Aktivitäten eingestellt wurden, gehören nach
Angaben mongolischer Medien die deutschen Organisationen: „Beste Kinderhilfe",
„Goethe-Institut", „Yadigar" und „Gefährdetenhilfe SCHEIDEWEG e. V.".
Nicht betroffen sind der Internationale Kooperationsfonds der Sparkasse, die
Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), die
Hans-Seidel-Stiftung (HSS), Help International, Alpha Communities und die Bank
für Wiederaufbau.
Registrierung von acht Parteien annulliert
Das Oberste Gericht der Mongolei hat acht politischen Parteien die
Registrierung entzogen.
Betroffen sind die Mongolische Liberale Partei, die Vereinigte Nationale
Frauenpartei, die Partei des Volkes, die Partei der Arbeit aller Mongolen, die
Mongolische Reformpartei, die NEUE Partei, die Anstands-Partei und die
Demokratie-Erneuerungs-Partei.
Die Parteien hätten die geforderten Dokumente (Statut) und die aktualisierten
Anträge bis zum Termin 31.12. 2025 nicht eingesandt.
Damit sind gegenwärtig noch 30 politische Parteien beim Obersten Gericht
registriert, darunter die MVP, Vorsitzender N. Uchral, die Demokratische Partei
(DP), Vorsitzender O. Tsogtgerel, die Mongolische Grüne Partei, Vorsitzende A.
Undraa, die Zivilcourage-Partei, Vorsitzender B. Batbaatar, die nationale Partei
der Arbeit (Khun), Vorsitzender T. Dorjkhand, die Mongolische
Liberal-Demokratische Partei, Vorsitzender D. Purevdavaa.
Diskussion über Zusätze und Änderungen zum Gesetz über Vorschulbildung und
Allgemeinbildung
Das Mitglied des Ausschusses für Bevölkerungsentwicklung und Sozialpolitik
R. Seddorj erläuterte, warum das Gesetz ergänzt werden müsse.
Es ginge darum, die Bildungsmöglichkeiten für die Kinder aus Hirtenfamilien in
den 330 Sums zu verbessern.
Hirten verkauften ihr Vieh, um den Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen, sie
ziehen in die Städter, genauer ihre Frauen ziehen mit den Kindern in die Städte,
immer mehr Männer auf dem Lande lebten alleine, die Scheidungszahlen schnellten
in die Höhe.
Die Hirten fordern, dass ihre Kinder im Alter von acht Jahren in Regelschulen
eingeschult werden und dass die erste und zweite Klasse für Kinder aus
Hirtenfamilien mit einem Programm kombiniert werde, dass den Bedürfnissen der
Hirtenfamilien entgegen komme.
Die Hirtenfamilien bewahrten das nomadische Erbe und die Traditionen und müssten
geschützt werden.
Die Kinder aus Hirtenfamilien müssten Gelegenheit bekommen, am
Präsenzunterricht, Fernunterricht, Online- und E-Learning sowie am Blended
Learning (kombiniertes Lernen, Mischform aus Präsenzlernen und digitalem Lernen)
teilnehmen zu können.
Berlin Climate Mobility Forum
Der außenpolitische Berater von Präsident U. Khurelsukh E. Odbayar gehörte
zu den Teilnehmern am 2. Berlin Climate Mobility (Klimamobilität) Forum (BCMF)
am 18. und 19. Juni in der Robert-Bosch-Stiftung in Berlin.
Die hochrangigen internationalen Teilnehmer an der Konferenz befassten sich mit
den globalen Herausforderungen der klimabedingten Migration und Vertreibung.
Ein Ziel der Veranstaltung bestand darin, Entscheidungsträger aus Politik,
internationalen Organisationen, Finanzinstituten und vom Klimawandel betroffenen
Regionen zusammen zu bringen, um praktische Lösungen für die klimabedingte
Mobilität zu erarbeiten.
Verabschiedet wurden die „Global Principles for Addressing Climate Mobility"
(Globale Grundsätze zur Bewältigung klimabedingter Mobilität).
Wichtige Impulse konnten für die „Climate Mobility Adaption Agenda" (Agenda zur
Anpassung an die klimabedingte Mobilität) gesetzt werden.
In seiner Rede erläuterte Odbayar die durch den Klimawandel in der Mongolei zu
bewältigenden Herausforderungen, die Klima- und Naturschutzpolitik der
mongolischen Regierung und schilderte die Probleme, die sich durch Trockenheit,
Weidedegradation, Naturkatastrophen vor allem für die mongolischen Viehhalter
ergeben.
Naadam 2026
Zum Chefregisseur für die Feierlichkeiten anlässlich des 2 235. Jubiläums
der ersten Staatsgründung auf mongolischem Boden, des 820. Jahrestages der
Gründung des großmongolischen Reiches, des 115. Jahrestages der
Befreiungsrevolution, des 105. Jahrestages der Volksrevolution und des 36.
Jahrestages der Demokratischen Revolution, dem Nationalfeiertag der Mongolei –
Naadam – wurde der Verdiente Künstler der Mongolei D. Bayarbaatar berufen.
Die Vorbereitung der Eröffnung im Zentralen seien zu 70 Prozent abgeschlossen.
Die erste und zweite Runde der Ringerwettkämpfe werde am 10. Juli absolviert. (Daran
gibt es harsche Kritik).
Die Abendveranstaltung „Die Mongolei lebe in Ewigkeit" beginnt am 11. Juli,
21:00 Uhr im Zentralen Vergnügungspark.
Die Tickets kosten zwischen 52 500 und 84 000 Tugrug.
Der Verkauf der Tickets für die Eröffnungsveranstaltung am 11. Juli und für die
Abschlussveranstaltung am 12. Juli begann am 01. Juli.
Eine Karte kostet 150 000 Tugrug, jede Kaufinteressentin und jeder
Kaufinteressent durfte nur je zwei Tickets erwerben.
Innerhalb weniger Minuten seien sämtliche Tickets ausverkauft gewesen.
„Deeltei Mongol"
Mit der Parade „Deeltei Mongol-2026" (Mongolen im Deel) am 09. Juli auf dem
Sukhbaatarplatz beginnen die diesjährigen Feierlichkeiten anlässlich des
mongolischen Nationalfeiertages „Naadam".
Alle in der Mongolei beheimateten Nationalitäten, die Aimags, die
Hauptstadt, Unternehmen und Behörden entsenden Teilnehmer und Teilnehmerinnen in
ihren schönsten Trachten.
Ausgezeichnet werden der beste Stadtbezirk, das beste Unternehmen, die besten
Deel-Designer1, die Familie in in den schönsten Deels, der Teilnehmer
und die Teilnehmerin im schönsten Deel, die Kinder im schönsten Deel sowie die
ausländischen Teilnehmer (Frauen und Männer) im schönsten Deel.
Daneben gibt es Verkaufsausstellungen (traditionelle Spiele, Deels und Produkte
der Handwerkskunst) und eine „Disco im Deel" für die Jugend.
Parlamentariergruppe Zentralasien zu Gast in der Mongolei
Eine Delegation der Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages unter
Leitung von Christian Görke (Die Linke) reiste vom 28. Juni bis zum 05. Juli in
die Mongolei und nach Kirgistan.
Zur Delegation gehören weiter Tobias Winkler (CDU/CSU), Peter Felser (AFD) und
Ayse Asar (Bündnis 90/Die Grünen).
Ein Schwerpunktthema war die Visavergabe.
Die Gruppe setzt sich intensiv für Visaerleichterungen für mongolische
Staatsbürger ein.
Deutsche Staatsbürger sind schon seit langem von der Visumpflicht bei Reisen in
die Mongolei befreit.
Die Gäste aus Deutschland führten darüber hinaus Gespräche u. a. mit
Regierungsvertretern, mit Mitgliedern der mongolisch-deutschen
Freundschaftsgruppe, mit Mitgliedern des Deutsch-Mongolischen
Unternehmerverbandes und mit Mitgliedern der Mongolische-Deutschen Brücke,
S. Demberel gestorben
Der Verdiente Ökonom der Mongolei und ehemalige Präsident der Industrie- und
Handelskammer der Mongolei, Sambuugiin Demberel (1955–2026), ist am 22. Juni
dieses Jahres gestorben.
Die Präsident Khurelsukh, der Vorsitzende der Staatsversammlung Byambatsogt,
Ministerpräsident Uchral und weitere Politiker sprachen der Familie und
Weggefährten S. Demberels ihr tiefempfundenes Beileid aus.
Ausstellungseröffnung in Leeds
Die internationale Blockbuster-Ausstellung „Chinggis Khaan: Wie die Mongolen
die Welt veränderten" kann noch bis zum 01. November 2026 im Royal Armouries
Museum (nationales britisches Museum für Waffen und Rüstungen) besucht werden.
Zum ersten Mal werden in Großbritannien 255 seltene Artefakte aus der Mongolei
zu sehen sein, die darüber Auskunft geben, wie die mongolischen Steppenkrieger
mit Pferd, Pfeil und Bogen das größte Landreich der Geschichte schufen.
Präsentiert werden darüber hinaus Zeugnisse des Postsystems, Papiergeld-Funde
und Zeugnisse der religiösen Toleranz der mongolischen Großkhane.
Das „Chinggis Khaan"-Nationalmuseum hat bereits in Frankreich, Tschechien, in
der Schweiz, in Japan und in Italien Ausstellungen organisiert, die die
mongolische Geschichte und das kulturelle Erbe der Mongolen einem
internationalen Publikum nahe brachten.
Die Ausstellungsstücke stammen aus dem „Chinggis Khaan"-Nationalmuseum aus dem
Mongolischen Nationalmuseum, aus dem Archäologischen Institut der AdW der
Mongolei, aus dem Zanabazar-Museum, aus dem Kharkhorin (Karakorum)-Museum und
aus den Aimag-Museen Mittelgobi und Zavkhan.
Gan-Erdene Tsend stellt neue Werke vor
In den vergangenen Monaten seien neue Siebdrucke, Lithografien und
Aquatinten entstanden, deren zentrale Themen die mongolischen Pferde „in der
Weite der Landschaft, die Spiegelung innerer Begegnungen sowie die Verbindung
zwischen Himmel und Erde sind".
Diese Motive waren auch Teil der Einzelausstellung des Künstlers „Im Ewigen
Himmel" im Chinggis-Khaan-Nationalmuseum in Ulaanbaatar.
Khuree Tsam-Danshig Naadam
Am 27. und 28. Juni fand in Khui Doloon Khudag bei Ulaanbaatar das
kulturell-religiöse Festival „Khuree Tsam-Danshig Naadam", gleichzeitig
Bürgerfest der Hauptstädter, statt.
Es begann am 27., 10:00 Uhr mit der Opferzeremonie für Ochirvaani, der
Schutzgottheit der Mongolen und der Ehrerbietung für Chinggis Khaan, den
Staatsgründer.
Wichtiger Teil des Danshig Naadam sind die religiösen Maskentänze (Tsam).
Selbstverständlich durften auch Wettkämpfe im traditionellen Ringen – 256
nationale, Aimag- und Sum-Titelträger kämpften um den Sieg – Bogenschießen und
Speerwerfen nicht fehlen.
Kleine und mittlere Unternehmen stellten ihre Produkte vor.
Lesungs- und Debattenwettbewerbe zwischen Lamas, Flaggen- und Sor2-Herstellungszeremonien
und das Singen religiöser Hymnen ergänzten das Festgeschehen.
Das Danshig Naadam geht auf das Jahr 1639 zurück.
Der 1635 geborene Sohn Ejiidorj des Tusheet Khans Gombodorj wurde als
Javsandamba Khutagt zum ersten Oberhaupt der lamaistischen Kirche in der
Mongolei ernannt.
Er ging als I. Javsandamba Khutagt Undur Gegeen Zanabazar (1635–723) in die
Geschichte ein.
Anlässlich des 380. Geburtstag des I. Javsandamba Khutagt Zanabazar im Jahr 2015
beschlossen führende Lamas und die Stadtverwaltung von Ulaanbaatar ein Khuree
Tsam-Danshig Naadam zu organisieren. Seitdem wird es in jedem Jahr gefeiert.
https://www.facebook.com/watch/?v=1342809647182700
Gemeinsam für nachhaltiges Wachstum und eine würdige Zukunft
Am 19. Juni hatte die mongolische Regierung ein Treffen mit
Entwicklungspartnern der Mongolei organisiert.
In seiner Eröffnungsrede lobte Finanzminister und Mitglied der Staatsversammlung
Z. Mendsaikhan den Beitrag, den die Entwicklungspartner in den vergangenen 35
Jahren für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Mongolei geleistet
hätten.
Er erläuterte die Maßnahmen und Strategien der Regierung, um die Effektivität
der mit ausländischen Krediten und Hilfsgeldern umgesetzten Projekte und
Aktivitäten zu steigern sowie die Systeme für Management, Koordinierung,
Kontrolle, Bewertung und Berichterstattung zu verbessern und das entsprechende
rechtliche Umfeld im Rahmen der Entwicklungspolitik und Investitionszielen der
Mongolei zu optimieren.
Am Treffen nahmen die Repräsentanten der Asiatischen Entwicklungsbank und der
Weltbank in der Mongolei Chandra Mohan Arora und Taehyung Lee teil.
Insgesamt waren der Einladung der mongolischen Regierung mehr als 160 Vertreter
der AEB, der Weltbank, der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung,
Vertreter der ausländischen Missionen, internationaler Banken und
Finanzinstitutionen sowie Durchführungsorganisationen gefolgt.
Rückgang der Visumanträge
Nach Angaben aus der Ausländerbehörde wurden im Mai insgesamt 5 104
ausländischen Staatsangehörigen und 15 574 Bürgern Visa der entsprechenden
Kategorie erteilt.
Eingereicht wurden die Anträge von Unternehmen, Organisationen und
Privatpersonen.
8 198 Anträge auf Aufenthaltstitel wurden bearbeitet, 4 008 verlängert.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der ausgestellten Visa um 35,8, die
erteilten Aufenthaltstitel um 61,3 Prozent und die der Verlängerungen um 8,9
Prozent.
Die Zahl der Visumanträge ging allerdings im Vergleich zum Vorjahr um 13,6
Prozent zurück.
Bis zum 31. Mai hielten sich 41 405 ausländische Staatsangehörige aus 132
Ländern mit einer befristeten oder unbefristeten Aufenthaltserlaubnis in der
Mongolei auf.
Bei ihrer Einreise gaben 24 997 Ausländer als Zweck ihrer Reise an, einer
Beschäftigung nachzugehen, 5 539 wollten investieren, 4 570 studieren und 31
waren aus familiären Gründen eingereist

Maskentanz
Otgontenger-Opferzeremonie
Die staatliche Große Opferzeremonie zu Ehren des im Otgon-Sum des
Zavkhan-Aimags gelegenen Berges Otgontenger (der jüngste Himmel) fand in diesem
Jahr am 16. und 17. Juni statt.
Der Otgontenger gilt als Sitz von Ochirvaani (Vajrapani), der Schutzgottheit
der Mongolen.
Der Berg wird seit der Qing-Zeit (1779) offiziell als Kultberg verehrt und wurde
zu einem überregionalen Pilgerort.
Alle fünf Jahre (seit 2010) findet die staatlich geregelte
buddhistisch-schamanistische Verehrung des Otgontenger unter der aktiven
Teilnahme des Staatspräsidenten und zahlreicher Lamas statt.
Von Jahr zu Jahr steigen auch die Zahlen der Gläubigen und Schaulustigen, die in
den Zavkhan-Aimag strömen.
Am 16. Juni, gegen 21:00 Uhr, meldetet die Polizei 44 000 Besucher.
Statistik Mai 2026
Am 17. Juni veröffentlichte das Nationale Amt für Statistik die
sozialökonomischen Daten für Mai 2026.
Danach lag die Inflationsrate bei 11,2 Prozent.
Der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln, Getränken und Wasser lag mit 23,4 Prozent
am höchsten.
Die Preise für Bekleidung, Textilien und Schuhe stiegen um 6,8 Prozent, die für
Haushaltswaren und Möbel um 7,8 Prozent, für medizinische Dienstleistungen um
7,1 Prozent, für Hotels und Gastronomie um 11 Prozent, für Bildungsleistungen um
12,8 Prozent und für sonstige Waren und Dienstleistungen um 9,8 Prozent.
Das Wirtschaftswachstum erreichte 7,9 Prozent (Stand 31. März 2026), die
Arbeitslosenquote lag bei 5,7 Prozent (31. März 2026).
Das Außenhandelsvolumen erreichte einen Wert von 13,4 Milliarden USD, ein Plus
von 3,4 Milliarden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum,
davon entfielen auf den Export 8,5 Milliarden, 3,1 Milliarden oder 56,9 Prozent
mehr, auf den Import 4,9 Milliarden USD, 3,7 oder 8,1 Prozent mehr als im Mai
2025.
Der Außenhandelsüberschuss stieg um 2,7 Milliarden USD auf 3,6 Milliarden.
Allerdings sanken die Exporte im Mai im Vergleich zum Vormonat um 266,3
Millionen USD, während die Importe um 54,9 Millionen zunahmen.
In den ersten fünf Monaten des Jahres verband die Mongolei Handelsbeziehungen
mit 145 Staaten.
21 679 Kinder wurden geboren, 877 weniger als im Vorjahr.
Vor ihrem ersten Geburtstag starben von je 1 000 Babys 13, eins weniger als im
Vergleichszeitraum.
Vor ihrem 5 Geburtstag starben von je 1 000 Kindern 15, zwei weniger als im
Vorjahr.
Die Behörden registrierten 24 742 Straftaten, ein Plus von 1 820 oder 7,9
Prozent.
In den ersten fünf Monaten dieses Jahres verendeten im Landesmaßstab 287 800
Stück Vieh, 13 400 Tiere mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Tsendiin Tsogt zum Präsidenten des Obersten Gerichtshofes ernannt
Am 03. Juni hatten die Richter am Obersten Gerichtshof nach langem Hin und
Her den Richter Ts. Tsogt von der Kammer für Verwaltungssachen als Obersten
Richter nominiert.
Im ersten Wahlgang standen sich noch Ch. Khosbayar, Vorsitzender der Strafkammer
des Obersten Gerichtes und Ts. Tsogt gegenüber. Keiner konnte die absolute
Mehrheit gewinnen.
Im 2. Wahlgang erhielt Richter Tsogt die meisten Stimmen der 22 anwesenden
Richter.
Der Vorschlag wurde dem Präsidenten unterbreitet, der für die endgültige
Ernennung verantwortlich ist.
Wenige Tage später wurde Dr. Tsendiin Tsogt von Präsident U. Khurelsukh
offiziell zum Präsidenten des Obersten Gerichtshofes ernannt.
Er löst D. Ganzorig in dieser Funktion ab, der seinem Nachfolger das
Gerichtssiegel des Obersten Gerichtshofes der Mongolei überreichte.
Ts. Tsogt wurde 1975 im Tsetserleg-Sum im Arkhangai-Aimag geboren und 2020 als
Richter an das Oberste Gericht berufen.
„Steppenwind 2026"
Zum 11. Mal versammelten sich am 06. Juni Motorradbegeisterte in Ulaanbaatar
zum Moto-Festival „Steppenwind".
Aus den 70 Motorradklubs der Mongolei nahmen rund 3 000 Mitglieder teil, hinzu
kamen Gäste aus China, Russland, Usbekistan, Südkorea und Malaysia.
Präsident U. Khurelsukh hielt die Eröffnungsrede – ein routinemäßiger
Programmpunkt.
Überraschend war jedoch, dass er anschließend persönlich einen Konvoi von
Chopper-Fahrern anführte, ohne Helm.
Beobachter stellten die Frage, ob es angemessen sei, dass ein Staatsoberhaupt,
dessen Land mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert ist, an einem
Motorradfestival teilnimmt, zudem berge seine Teilnahme erhebliche
Sicherheitsrisiken
Khurelsukh entgegnete, seine Präsenz unterstreiche, wie sicher die Mongolei sei.
Kein anderes Staatsoberhaupt könne sich so frei unter die Bevölkerung mischen.
Ruhr International –Das Festival der Kulturen
Am 14. Juni trat das 2022 gegründete mongolische Sonor-Ensemble beim Fest
der Kulturen in der Jahrhunderthalle Bochum auf.
Kuratiert wurde der Auftritt vom Deutsch-Mongolischen Tor in NRW e. V.
Das Ensemble setzt sich zusammen aus professionellen Musikern und Tänzern,
Kindern und Jugendlichen.
Sie verbinden mongolische Volksmusik wie Pferdekopfgeige (Morin Khuur), Yatga
oder Leier mit der Gitarre und haben sich zum Ziel gesetzt, die traditionelle
mongolische Kunst international zu fördern und zu verbreiten.
Das Deutsch-Mongolische Tor in NRW unterstützt darüber hinaus die Werbung für
mongolische Kultur, Bildung und Jugendentwicklung durch drei Projekte: Schule
der Kultur, Mongolischer Jugendklub und Singechor.

Naadam in Leichlingen
Naadam in Leichlingen
Seit 2014 wird auf dem Gelände des Naturfreundehauses Leichlingen das
mongolische Nationalfest gefeiert.
Auch in diesem Jahr organisiert der Verein Deutsch-Mongolisches Tor NRW e. V.
ein Naadam-Fest mit einem bunten Programm, mit mongolischem Ringen,
Bogenschießen, traditioneller mongolischer Musik und mongolischem Essen.
Am 11. Juli erwarten die Organisatoren ihre Gäste.
Naadam 2026 in Chemnitz
Am 20. Juni war im Bürgerpark Gablenz in Chemnitz ein an das mongolische
Nationalfest angelehnte Kultur- und Sommerfest organisiert worden.
Den Besuchern sollten authentische Einblicke in die mongolische Kultur gewährt
werden.
Höhepunkte der Veranstaltung waren das traditionelle ringen, Bogenschießen und
Knöchelweitwerfen (Shagai).Außerdem wurden mongolische Tänze und Lieder
vorgetragen sowie Workshops zur klassischen mongolischen Schrift oder zur
mongolischen Nationaltracht angeboten.
Sehr gern probierten die Gäste auch mongolische Speisen und Getränke, die in
offenen Gers (Jurten) kredenzt wurden.
Für die Veranstaltung verantwortlich zeichnete die Integrationsgemeinschaft
ausländischer Mitbürger (IAE e. V.).
IEM Major Köln 2026
Das IEM in Köln vom 02. bis zum 21. Juni war das 5. Turnier in der
E-Sport-Disziplin Counter Strike 2 und das 24. insgesamt.
Zum 5. Mal wurde das Turnier in Deutschland ausgetragen und zum vierten Mal war
Köln der Austragungsort.
Das Preisgeld betrug 1,25 Millionen USD, 32 Teams beteiligten sich am Turnier.
Das mongolische Team The MongolZ spielte eine starke Rolle und kämpfte im
Turnier der weltbesten Counter -Strike-Teams.
Nach einem knappen 2:1-Sieg gegen Monte (Ukraine), schieden sie leider in Stage
3 aus.
Turniersieger wurde das Team Falcons aus Saudi-Arabien, die Mongolen belegten
Platz 9-11 und gewannen ein Preisgeld von 20 000 USD.
Die nächste Gelegenheit für eine gute Platzierung bietet sich für die Mongolen
beim PGL Major Singapore vom 25. November bis zum 13. Dezember 2026.
1
Die Berichterstatterin verwendet für alle Geschlechteridentitäten das
generische Maskulinum, wahlweise die männliche oder weibliche Form. R. B.
2
Sor (Zor) – eine aus Mehlteig geformte dreiseitige, spitz zulaufende
Pyramide. Sie wird mit Flammenzungen und weiteren symbolischen Ornamenten
verziert.
Bei zornvollen Schutzgottheiten wie Ochirvaani wird auf die Spitze ein aus Teig
modellierter Totenkopf gesetzt.