Mongoleinachrichten

Juli 2026

Renate Bormann, Berlin

 


Auf dem Weg zum Arypala-Tempel nahe Terelj. Foto Privat

60 989 Mongolen leben in Südkorea
Nach Angaben der mongolischen Botschaft in Seoul lebten mit Stand vom 30. Juni laut Einwanderungsdienst des Justizministeriums der Republik Korea 60 989 mongolische Staatsbürger1 in Südkorea.
Von ihnen haben 14 078 oder 23,1 Prozent ihre Visa überzogen oder gegen andere Bestimmungen verstoßen.
26 874 der mongolischen Staatsbürger in Südkorea sind Männer, 34 115 Frauen.
Nach Visakategorie: 16 443 mit Kurzzeitreise- und Touristenvisa, 14 213 mit D-2-Studentenvisum, 5 532 mit D-4-Sprachausbildungsvisum, 2 321 mit D-10-Visum für Arbeitssuchende, 4 803 mit einem F-3-Visum für Familienangehörige und 3 751 mit einem E-9-Visum für ungelernte Arbeitskräfte.

417 600 Touristen im ersten Halbjahr 2026
Bis Juni reisten 417 600 Touristen in die Mongolei, 27,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Die meisten kamen aus Russland (154 800), gefolgt von China (115 800), Südkorea (55 200), Japan (14 000), Kasachstan (9 100), USA (9 000), Deutschland (8 900), Türkei (6 900), Taiwan (4 300) und Belarus (3 700).

Abschluss der Frühjahrssitzungen der Großen Staatsversammlung
Am 03. Juli endete die Frühjahressitzungsperiode der Staatsversammlung.
Die Abgeordneten verabschiedeten in den 79 Sitzungstagen 18 neue und zwei überarbeitete Gesetze sowie 58 Parlamentsbeschlüsse.
An 188 Gesetzen wurden Veränderungen vorgenommen und/oder Ergänzungen hinzugefügt.
Fünf Gesetze wurden für null und nichtig erklärt und sieben internationale Verträge ratifiziert, darunter das Darlehens- und Projektabkommen zwischen der mongolischen Regierung und der Kreditanstalt für Wiederaufbau der BR Deutschland über die „Phase III des Projektes zur Effizienz-Steigerung des Stromübertragung- und -verteilungsnetzes in der Zentralregion" sowie das „Abkommen über die finanzielle Zusammenarbeit" zwischen der Mongolei und der Regierung der Republik Österreich.

Staatliche Finanzierung für politische Parteien und Wahlbündnisse
Am 07. Juli hat die Zentrale Wahlkommission der Mongolei (ZWK) die staatliche Finanzierung für politische Parteien und Wahlbündnisse für 2026 festgelegt.
Grundlage ist das Parteiengesetz, wonach Parteien, auf die mindestens ein Prozent der Stimmen bei den Wahlen zur Großen Staatsversammlung entfielen, Anspruch auf staatliche Mittel haben.
Nach Prüfung der Finanzberichte der Parteien für 2024 und 2025 erhalten folgende Parteien staatliche Unterstützung:

Mongolische Volkspartei (MVP)
Demokratische Partei (DP)
HUN-Partei (Partei der Werktätigen)
„Nationale Koalition"
Bündnis Zivilcourage und Grüne.

Für diese Parteien werden insgesamt 6,6 Milliarden Tugrug aus dem Staatshaushalt bereit gestellt.
Bei fünf Parteien wurden die Mittel gekürzt, da sie Gelder zweckentfremdet hatten.
Die Partei „Wahrheit und Recht" erhält keine Finanzierung, da sie 2024 keine der gesetzlich vorgeschriebenen vier Einnahmearten vorweisen konnte.
Eingestellt wurde auch die Finanzierung für das Bündnis „Neue Vereinigte Koalition", da die „Neue Partei" nach einem Beschluss des Obersten Gerichts vom 22. Juni 2026 aus dem Parteienregister gestrichen wurde.

Frühjahresaussaat
Am 08. Juli informierte der Minister für Landwirtschaft, Nahrungsgüter und Leichtindustrie Ts. Iderbat über den Stand der Frühjahresaussaat.
Die sei abgeschlossen.
Landesweit seien auf 530 000 Hektar Kartoffeln, Gemüse, Weizen und Futtermittel angebaut worden, davon auf 316 000 Hektar Weizen, auf 11 000 Hektar Kartoffeln und auf 12 000 Hektar Gemüse.
Damit die in diesem Jahr angebauten Feldfrüchte ohne Verluste eingebracht werden können, hat die Regierung beschlossen, die zuständigen Fachministerien in die Arbeit der Erntekommissionen einzubinden.
Besonders gilt das für das Infrastrukturministerium, um rechtzeitig das für die Ernte benötigte Personal bereitstellen zu können.
2025 waren Landwirtschaftsunternehmen und Gemüsebauern aufgrund von Dürre in eine schwierige finanzielle Lage geraten.
Durch die Vergabe vergünstigter Kredite an 130 000 Landwirte konnte die Frühjahrsbestellung jedoch erfolgreich abgeschlossen werden.
Gegenwärtig herrscht auf 10 Prozent des Staatsgebietes eine ungünstige Vegetationslage, auf 90 Prozent eine gute bis mittlere.

Staatsbesuch des südkoreanischen Präsidenten
Vom 09. bis zum 11. Juli weilte der Präsident der Republik Korea Lee Jae-myung zu einem Staatsbesuch in der Mongolei.
Während seines Aufenthaltes nahmen er und seine Frau Kim Hye-kyung als Ehrengäste an den Feierlichkeiten anlässlich des mongolischen Nationalfestes „Naadam" teil und konnten sich so einen Einblick in die Geschichte, Kultur und Traditionen der Mongolen verschaffen.
Im Gespräch mit dem mongolischen Staatspräsidenten U. Khurelsukh betonten beide Staatsoberhäupter, dass dieser Besuch ein neues Kapitel in den bilateralen Beziehungen aufschlagen werde, die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten sowie die Freundschaft zwischen beiden Völkern vertiefen werde.
Der koreanische Gast bedankte sich für den herzlichen Empfang durch Präsident Khurelsukh, seine Frau L. Bolortsetseg, die Regierung und die Bevölkerung.
Südkorea werde die strategische Partnerschaft mit der Mongolei weiter festigen.
Der Besuch Lee Jae-myungs in der Mongolei war der erste eines südkoreanischen Staatsoberhauptes seit 15 Jahren.


Militärparade am 10. Juli

Naadam 2026
Landeslöwe Bayarsaikhany Orkhonbayar aus dem Selenge Aimag hat das Ringerturnier anlässlich des 2 235 Jahrestages der Gründung des ersten Staates auf mongolischem Boden, des 820. Jahrestages der Gründung des mongolischen Großreiches, des 115. Jahrestages der Befreiungsrevolution, des 105. Jahrestages der Volksrevolution und des 36. Jahrestages der demokratischen Revolution gewonnen.
In der letzten Runde besiegte er den Landeselefanten B. Bat-Ulzii.
Für seinen ersten Naadam-Turniersieg wurde der 28-jährige Orkhonbayar von Präsident Khurelsukh mit dem Titel „Dayan Avarga" (etwa Großmeister, Landesmeister) geehrt.
B. Bat-Ulzii konnte sich über den Titel „Landeslöwe" freuen.


Naadameröffnung

Tag der Staatsflagge
Traditionsgemäß wird am 10. Juli auf dem Sukhbaatarplatz eine Militärparade abgehalten und feierlich die Staatsflagge gehisst.
4 400 Angehörige der Streitkräfte und des Sicherheitsdienstes und Angehörige des Katastrophenschutzes mit 90 Waffen- und Techniksystemen nahmen an der Ehrenparade teil.
Außerdem wurden ein Kampfjet, Hubschrauber und Spezialfahrzeuge sowie neu eingeführte militärische und sicherheitstechnische Ausrüstungen und in der Mongolei hergestellte gepanzerte und leichte Gefechtsfahrzeuge sowie unbemannte Luftfahrtsysteme den Zuschauern präsentiert.
Bereits am 09. Juli stellen sich beim „Tag der Nationaltrachten" auf dem Sukhbaatarplatz, Kinder, Frauen und Männer in ihren schönsten Trachten den zahlreichen in- und ausländischen Besuchern vor.
Offiziell eröffnet der Präsident die Naadamfeierlichkeiten jeweils am 11. Juli im Zentralstadion von Ulaanbaatar.

Naadam in Nordrhein-Westfalen
Der Verein „Deutsch-Mongolisches Tor NRW e. V." hatte am 11. Juli zum Naadam-Fest an das Naturfreundehaus Leichlingen geladen.
Die Besucher und Besucherinnen waren begeistert von den traditionellen mongolischen Ringkämpfen, vom Bogenschießen und Knöchelchen-Weitwerfen.
Für die Kinder wurden eigens ein Kinder-Ringwettkampf und ein Steckenpferderennen organisiert.
Und wie es sich für das mongolische Nationalfest gehört, boten Pferdekopfgeigen-Spieler, Sänger und Sängerinnen sowie Tänzer und Tänzerinnen Proben ihres Könnens.
Im Freien und in Gers (Jurten) wurden darüber hinaus mongolische Speisen wie Khuushuur (gebratene Teigtaschen) oder Getränke wie Airag (gegorene Stutenmilch) angeboten.

Wintervorbereitung 2026/27
In einer Videokonferenz am 20. Juli mit den Verwaltungschefs der Aimags und der Hauptstadt hat Ministerpräsident N. Uchral die Behörden angewiesen, die Vorbereitungen für den kommenden Winter zu beschleunigen.
Beraten wurde über den Aufbau von Reserven für Heu, Futtermittel, Lebensmittel, Treibstoff, Medikamente und Energie sowie über veterinärmedizinische Vorsorgemaßnahmen.
Alle Reparatur- und Wartungsarbeiten an Heizkraftwerken und Öfen sollten bis spätestens 01. September abgeschlossen sein.
Rechtzeitig sichergestellt werden müssten zudem die Transportmöglichkeiten zu abgelegenen Gemeinden.
Der Ministerpräsident forderte ferner eine aktualisierte Risikoanalyse für die kommenden Wintermonate.
Die Haushalte in den Ger (Jurten)vierteln Ulaanbaatars sollen mit verbessertem Brennstoff versorgt werden.
Der stellvertretende Ministerpräsident N. Nomtoibayar wurde mit der Kontrolle über die Umsetzung der Maßnahmen beauftragt.
Bis zum 15. September müssen alle Verwaltungsebenen ihre volle Einsatzbereitschaft für die Wintermonate nachweisen.

Weltkonferenz für künstliche Intelligenz
An der Weltkonferenz für künstliche Intelligenz (WAIC) vom 17. bis zum 20. Juli in Shanghai (VR China) vertrat der ehemalige Staatspräsident Nambaryn Enkhbayar als Sonderbotschafter des Außenministeriums die Mongolei.
Vertreter aus 100 Ländern, Organisationen, Forschungsinstituten und Technologieunternehmen, darunter UN-Generalsekretär António Guterres, diskutierten die Zukunft der KI-Entwicklung und die internationale Zusammenarbeit.
In seiner Eröffnungsrede betonte der chinesische Präsident Xi Jinping, „Künstliche Intelligenz ist nicht nur ein Instrument des technologischen Wettbewerbs, sondern ein Faktor für die globale Entwicklung und Sicherheit".
Er kündigte den Ausbau der internationalen Zusammenarbeit in diesem Bereich an.
Dazu gehöre der Austausch von 5 000 Experten1 sowie die Schaffung gemeinsamer Kooperationszentren mit Partnern der ASEAN-Länder, der Arabischen Liga, der Afrikanischen Union, der Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (CELAC), der BRICS-Staaten sowie der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit.

Präsident Emomali Rahmon zu Gast in der Mongolei
Auf Einladung seines mongolischen Amtskollegen U. Khurelsukh weilte der Präsident Tadschikistans Emomali Rahmon vom 20. bis zum 22. Juli zu einem offiziellen Besuch in der Mongolei.
Es war der erste Besuch eines tadschikischen Präsidenten in der Mongolei seit 17 Jahren.
In den offiziellen Gesprächen ging es um die Vertiefung der Zusammenarbeit in den Bereichen Landwirtschaft und Industrie, Tourismus,Verkehr, Handel, Geologie, Bergbau und Umweltschutz.
Außerdem wurden Meinungen und Erfahrungen hinsichtlich der regionalen und internationalen Lage und Zusammenarbeit ausgetauscht.
Beide Seiten unterzeichneten 12 Dokumente, darunter über die visumfreie Einreise für Inhaber von Diplomaten- und Dienstpässen und eine Erklärung zum Ausbau der freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Völkern.
Anlässlich des Besuchs war ein tadschikisch-mongolisches Wirtschaftsforum organisiert worden und verschiedene kulturelle Veranstaltungen.
So ließ es sich der Gast nicht nehmen, das Chinggis-Khaan-Museum in Ulaanbaatar zu besuchen.
Zum Rahmenprogramm anlässlich des Staatsbesuches gehörten zudem die „Tage der tadschikischen Kultur" in der Mongolei.
Die Republik Tadschikistan und die Mongolei haben am 24. April 1992 diplomatische Beziehungen aufgenommen

Goldmedaille für Misheel Bayarbat
Bei der Internationalen Deutscholympiade (IDO) vom 13. bis zum 22. Juli in Mannheim (Deutschland) gewann die 17-jährige Misheel Bayarbat eine Goldmedaille (Sprachstufe B1).
Sie besucht die Mongolisch-Russische Schule Nr. 3 in Ulaanbaatar.
Weitere Goldmedaillen gingen an Marjona Ibadulayeva aus Usbekistan (Sprachstufe A2) und Martin Granec aus der Slowakei (Sprachstufe B2).
Unter dem Motto „Zusammenwachsen" nahmen 115 Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren aus 66 Ländern am Wettbewerb teil.
Veranstalter waren das Goethe-Institut gemeinsam mit dem Internationalen Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband (IDV).

Ausbildungsjahr 2026/27
Nach den neuen Bestimmungen des Bildungsministerium zum Schuljahr 2026-2027 beginnt es am 01. September 2026 und endet am 15. Juni 2027.
Während das vergangene Schuljahr drei Semester und eine Woche für selbstständiges bzw. Online-Lernen umfasste, wird es ab diesem Jahr vier Semester geben.
Nach jeweils sieben bis neun Unterrichtswochen ist eine Ferienwoche vorgesehen.
Die Woche, in die Tsagaan Sar (Mondneujahrsfest) fällt, als Woche für selbstständiges Lernen geplant.

58. Chemieolympiade
Mongolische Schülerinnen und Schüler haben erfolgreich an der 58. Internationalen Chemieolympiade (IChO 2026) vom 10. bis 19. Juli in Taschkent (Usbekistan) teilgenommen.
Byambadorjiin Mendbayar (12. Klasse der Neuen Mongolischen Schule, New Mongol High School) und Munkhbaataryn Odgerel (12. Klasse der Schule „Kleiner Himmel", Baga Tenger International School) gewannen Silbermedaillen,
Nyambayaryn Ariungoo (11. Klasse der Neuen Mongolischen Schule) und Batjargalyn Munkh-Enerel (11. Klasse der Sant High School, eine der führenden Privatschulen der Mongolei) gewannen Bronzemedaillen.
Insgesamt hatten es 363 Schülerinnen und Schüler aus 93 Ländern in die Endausscheidung geschafft.

Pressekonferenz der DP
Im Rahmen der Sendung „4:11 News Hour" am 30. Juli bezogen der stellvertretende Vorsitzende der DP Ch. Unurbayar, der Sekretär G. Lkhgvadorj sowie die Mitglieder der Staatsversammlung S. Odontuya und D. Enkhtuya Stellung zu aktuellen Problemen wie Preiserhöhungen und Kraftstoffmangel.
Gleichzeitig kündigte Unurbayar an, gegen die „widerrechtliche" Entlassung des Vorsitzenden des Bayan-Ulgii-Aimags gerichtlich vorzugehen, sollte der Regierungschef die Entlassung nicht rückgängig machen.
Am 29. Juli hatte Ministerpräsident N. Uchral E. Zangar (DP) seines Amtes enthoben.
Als Gründe wurden Mängel in der Verwaltung und der Umgang mit der Maul- und Klauenseuche angeführt
Als Nachfolger ist N. Tileukhan (MVP) im Gespräch.
Auf Anordnung des DP-Vorsitzenden O. Tsogtgerel wurde eine Arbeitsgruppe zum Schutz der Wahlergebnisse und Wählerrechte gebildet

Weltmeistertitel für B. Ariunzul
Bei den U 17-Weltmeisterschaften im Ringen vom 27. Juli bis zum 02. August in Baku (Aserbaidschan) gewann die mongolische Ringerin B. Ariunzul in der Klasse bis 65 kg die Goldmedaille.

Statistik Juli 2026
Am 18. August hat das Nationale Amt für Statistik die sozialökonomischen Daten für Juli veröffentlicht.
Danach lag die Inflationsrate bei 13 Prozent, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 14,9 Prozent, die Arbeitslosigkeit erreichte 5,5 Prozent (30.06. 2026).
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs um 7,7 Prozent (30.06. 2026).
Das Außenhandelsvolumen betrug 19,4 Milliarden USD, 5,1 Milliarden mehr als im Vorjahr.
Auf den Export entfielen 12,2 Milliarden USD, 4,5 mehr als im Juli 2025, auf den Import 7,2 Milliarden, eine Steigerung um 675 Millionen USD.
Bis Juli 2026 wurden 30 471 Kinder geboren, 1 194 oder 3,8 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
13 Babys von 1 000 starben vor ihrem 1. Geburtstag, eins weniger als im Vorjahr.
Vor ihrem 5. Geburtstag starben 15 von 1 000 Kindern, zwei weniger als 2025.
Die zuständigen Behörden registrierten 29 777 Fälle von Infektionskrankheiten, 9 202 oder 23,6 Prozent weniger als im Vorjahr.
Die Zahl der registrierten Straftaten stieg um 356 auf 31 233.
Bis Juli 2026 reisten 569 195 Touristen in die Mongolei, 112 037 oder 24,5 Prozent mehr als im Vorjahr.


Eco Tower One. Foto Privat

Eco Tower One
Bis 2028 soll der Eco Tower One im Zentrum Ulaanbaatars fertiggestellt werden.
Er wird dann mit 243 m Fassadenhöhe das höchste Gebäude der Mongolei sein und den Shangri-La Tower (136 m) deutlich übertreffen.
Gebaut wird er von der Eco Construction LLC.
Für die Architektur zeichnet Aedas (Kelvin Hu und Keith Griffiths) verantwortlich.
Im Gebäude sollen u. a. Luxuswohnungen, Büros und ein 5-Sterne-Hotel untergebracht werden.

Nachlese
In einem Interview, das die mongolische Außenministerin B. Battsetseg (MVP) am 12. Mai der Journalistin B. Enkhtsetseg gab, erklärte die mongolische Chefdiplomatin, dass Vertrauensverlust schwerwiegendere Folgen hätte als wirtschaftliche Schwierigkeiten, externer Druck oder politischer Wettbewerb.
Parteien seien Mittel zum Zweck, kein Selbstzweck. Der Staat gehöre keiner Partei oder Gruppe. Macht sei nicht käuflich.
„Vergessen wir diese einfache Wahrheit, wird die gegenwärtige Situation gefährlich".
Die wahre Macht eines Staates liegt nicht in der Herrschaft oder Dominanz, sondern in seiner Fähigkeit, den Bürgern das Vertrauen zu vermitteln, dass „dieser Staat uns gehört, für uns da ist und Fehler korrigieren kann".
„Was verstehen wir unter einem Amt? Wie können wir das Vertrauen der Öffentlichkeit messen? Stärkt unser politischer Kampf das Land oder schwächt er das Vertrauen der Bevölkerung?"
„Hinter jeder dieser Fragen steht eine Verantwortung für die Zukunft der Mongolei".

1 Die Berichterstatterin verwendet für alle Geschlechteridentitäten das generische Maskulinum, wahlweise die männliche oder weibliche Form. R. B.

 

 

Fotos, wenn nichts anderes vermerkt, Renate Bormann

 

 

 


 
 

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Last Update: 09. September 2026

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